Burgruine Hauenstein
Die Burg Hauenstein in der Nähe des Ortes Krombach (Unterfranken) wurde wahrscheinlich von den Kurmainzischen Vögten, den Grafen von Rieneck, um das Jahr 1300 erbaut. Die Burg lag sehr geschützt. Alle vier Seiten waren durch steile Bergrücken, Wald und Bäche vor feindlichen Übergriffen geschützt. Von hier aus wurde zusammen mit der etwas größeren Womburg in Mömbris das unter Rienecks Einfluss stehende Gebiet der oberen Kahl und der Lohr gesichert.
Die Grafen von Rieneck als Lehensträger des Hofstifts Mainz verliehen seit ca. 1300 ihre Besitzrechte weiter an die Echter von Mespelbrunn und Gonsrod. Die Herrschaften selbst residierten meist nicht in Hauenstein oder Mömbris, sondern zur Plage ihrer Untertanen nur deren Burgmannen, die die gesamte Bevölkerung des oberen und mittleren Kahlgrundes plagten und unterdrückten, indem sie ihnen alle damaligen Handelsstraßen und Verbindungen zu den benachbarten Städten abschnitten und die gesamte Bevölkerung ihrer ohnehin schon spärlichen Besitztümer beraubten.
Erwähnenswert ist die Bauweise der Burg. Obwohl es zur damaligen Zeit noch keinen Zement gab, ist der Mörtel heute noch hart wie Stein. Bei einem Feldzug gegen Räuber und Diebe im ganzen Umkreis wurde die Burg im Februar 1450 zerstört.
Ab dem Jahr 1841 wurde ein Großteil des Baumaterials der Burgruine zum Bau des Hofes Hauenstein verwendet, so dass heute nur noch Fragmente der Ruine erhalten sind.

